BARREN
Was ist ein Barren?
Unter einem Barren versteht man eine standardisierte Form aus gegossenem Metall. Bereits in prähistorischer Zeit wurden Barren als praktisches Mittel zur Aufbewahrung und zum Handel genutzt. Sie wurden aus Metallen wie Kupfer, Zinn, Bronze, Silber oder Gold hergestellt.
Geschichte von Barren
Vor allem Barren aus Gold oder Silber waren nicht nur Handelsware, sondern galten auch als Wertaufbewahrungsmittel. Sie wurden bereits lange vor der Zeitenwende für Tauschgeschäfte genutzt und wiesen in gewisser Weise einen münzähnlichen Charakter auf, insbesondere im Kulturraum des Mittelmeers.
Aus währungsgeschichtlicher Sicht sind Edelmetalle in Barrenform heute vor allem in den Tresoren der Zentralbanken zu finden.
Merkmale von Edelmetallbarren
Im internationalen Handel versteht man unter „Standardbarren“ Edelmetallbarren mit eingeprägtem Gewicht und garantierter Reinheit. Auf den Barren sind in der Regel die Feinheit, die Herstellermarke, eine Seriennummer sowie das Produktionsjahr angegeben.
Die Mindestfeinheit beträgt bei Gold 995/1000, bei Silber 999/1000 und bei Platin bzw. Palladium 999,5/1000. Die Seriennummer dient der eindeutigen Identifikation jedes einzelnen Barrens und wird vom Hersteller entsprechend dokumentiert.
Ein Standard-Goldbarren („Good-Delivery-Barren“) hat ein nominelles Gewicht von 400 Feinunzen (ca. 12,44 kg).
Goldbarren
Im Goldhandel wird der börsennotierte Preis pro Feinunze (englisch: Troy Ounce) mit rund 31,1035 Gramm angegeben. Aufgrund des geringeren Herstellungsaufwands sind Barren in der Regel günstiger als Münzen.
Goldbarren sollten idealerweise eine LBMA-Zertifizierung (London Bullion Market Association) aufweisen, da solche Barren üblicherweise weltweit von Edelmetallhändlern und Banken problemlos akzeptiert werden.
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Gold zählt zu den ersten Metallen, die vom Menschen verarbeitet wurden. Die leichte Legierbarkeit mit vielen anderen Metallen, die vergleichsweise moderate Schmelztemperatur sowie die günstigen Eigenschaften seiner Legierungen machen Gold zu einem besonders attraktiven Werkstoff.
Gold lässt sich sehr gut mechanisch bearbeiten und ist korrosionsbeständig. Aufgrund seines beständigen Glanzes, seiner Seltenheit, seiner Unvergänglichkeit und seiner auffallenden Dichte wurde es in vielen Kulturen vor allem für bedeutende rituelle Gegenstände und Schmuck verwendet.